Diese 10 Verwendungen von medizinischem Cannabis sollten Sie kennen

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Diese 10 Verwendungen von medizinischem Cannabis sollten Sie kennen
Diese 10 Verwendungen von medizinischem Cannabis sollten Sie kennen

 

Cannabis wird oft mit seinem Freizeitgebrauch in Verbindung gebracht und aufgrund seiner entspannenden oder euphorischen Wirkung im Allgemeinen als Droge betrachtet. Die Verwendung von Cannabis als Heilpflanze hat jedoch eine lange Tradition, die sich allmählich verbreitet und langsam aber sicher soziale Akzeptanz aufbaut, obwohl es noch ein kontroverses Thema ist.

Tatsächlich haben sowohl Hanf als auch Marihuana verschiedene medizinische Eigenschaften, die früher zur Herstellung von Medikamenten genutzt wurden. Diese Pflanzen haben dazu beigetragen, Symptome einiger Krankheiten zu bekämpfen und medizinisches Cannabis wurde häufig gegen vielen Beschwerden verwendet. Dies wird heute noch untersucht und es ist noch ein langer Weg, bis seine Anwendung normalisiert wird.

 

 

🧐 In welchen Fällen wird medizinisches Cannabis verwendet ?

 
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Die vielfältigen Vorteile von Cannabis als Heilpflanze werden noch untersucht, aber es sind schon einige Verwendungszwecke nachgewiesen worden, da zum Beispiel früher Cannabis zur Herstellung von Salben verwendet wurde. Im Folgenden haben wir die 10 Verwendungszwecke von medizinischem Cannabis aufgelistet:

 

 

-1- Schmerzen, die herkömmliche Medikamente nicht lindern können

 

Bei einigen Menschen sind herkömmliche Medikamente nicht effektiv gegen Schmerzen und bei anderen entwickelt sich nach langfristiger Einnahme Toleranz gegen Arzneimittel und diese sind dann nicht mehr wirksam. Dies kommt häufig bei Menschen mit Muskelschmerzen oder Störungen des Nervensystems vor, wie z. B. Multiple Sklerose oder Fibromyalgie.

In diesem Fall können Ärzte Cannabis verschreiben, da es dank seiner entspannenden Wirkung auf das Zentralnervensystem positiv wirkt und die Lebensqualität des Patienten verbessert.

Schmerzen gehen oft mit anderen Komplikationen einher, wie Müdigkeit, Spastizität, Schlaflosigkeit oder Angstzuständen. Daher ist es sehr wichtig, jeden Patienten richtig zu kennen, bevor man die eine oder andere Art von Cannabis empfehlen. Es ist ebenfalls wichtig herauszufinden, ob die Schmerzanfälle intermittierend oder kontinuierlich sind und wie intensiv sie sind, um die ideale Behandlung und Dosierung zu empfehlen. Und natürlich müssen die möglichen Nebenwirkungen berücksichtigt werden, da es mit Cannabis nicht wieder zu einem Problem wie die Opioidkrise kommen soll.

 

 

-2- Patienten mit HIV und Krebs

 

Krebs und HIV im fortgeschrittenen Stadium lösen unter anderem Schmerzen, Unwohlsein, Erbrechen und Appetitlosigkeit aus, was die Wirksamkeit der Medikamente zur Behandlung beeinflusst. In diesen Fällen kann man auf medizinisches Cannabis zur Schmerzlinderung zurückgreifen, es wird sogar in verschiedenen Formaten angewendet. Im Endstadium der Krankheit wird es gegen Schmerzen und häufig zusammen mit Morphin verwendet, wodurch die Wirkung verstärkt wird.

Cannabis hat sich nicht nur als sehr wirksam bei der Bekämpfung von Appetitlosigkeit erwiesen, sondern ist auch oft sehr nützlich für Krebs-Patienten, um ihre Stimmung zu steigern, ihre Motivation und ihren Wunsch zu kämpfen wiederzugewinnen oder um die Lage leichter zu akzeptieren,

 

 

-3- Ein Mittel gegen Erbrechen und Appetitlosigkeit

 

Einige gesundheitliche Probleme verursachen Erbrechen, Übelkeit oder Appetitlosigkeit entweder als Nebenwirkung oder Ursache der Krankheit. Dagegen ist medizinisches Cannabis effektiv, da es Brechreiz lindern und den Appetit steigern kann, ohne aggressive Auswirkungen auf den Patienten.

In den USA gibt es zwei oral einzunehmende Medikamente auf Cannabis-Basis, die zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen den Patienten verschrieben werden, die eine Chemotherapie bekommen und bei denen Standard-Antiemetika nicht wirken. Nabiximols ist ebenfalls ein Arzneimittel auf Cannabis-Basis, das jedoch eingeatmet wird, und wurde in Spanien erfolgreich zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bei Patienten getestet, die sich einer Chemotherapie unterziehen. In klinischen Studien wurde festgestellt, dass sowohl Dronabinol als auch Nabilon bei der Linderung von Übelkeit und Erbrechen gleich oder besser wirken als andere Medikamente.

 

 

-4- Gegen Migräne und Kopfschmerzen

 

Ein Migräneanfall kann für die Person, die darunter leidet, wirklich behindernd sein, da diese extrem empfindlich gegenüber Geräusche und Licht ist und zudem stechende Kopfschmerzen haben kann. Der Schmerz kann manchmal Erbrechen oder Verwirrung verursachen. Die Verwendung von medizinischem Cannabis zur Bekämpfung dieser Symptome wird derzeit untersucht und es wird sogar angenommen, dass es zur Vorbeugung vorteilhaft sein kann, um das Auftreten von Migräne erheblich zu reduzieren.

Es gibt große Hoffnungen dafür, denn aktuelle Studien, die von Carrie Cuttler (Assistenz-Professorin für Psychologie an der Washington State University) durchgeführt und vom Journal of Pain veröffentlicht wurden, zeigen, wie eingeatmetes Cannabis Kopfschmerzen um 47 % und Migräne um 49,6 % reduziert. Die Untersuchung wurde über die Strainprint App durchgeführt, die die Symptome von Tausenden von Patienten vor und nach der Behandlung ihrer Krankheit mit Marihuana verfolgt.

Die Ergebnisse dieser Studien scheinen außerdem darauf hinzudeuten, dass der übermäßige Konsum von Cannabis keine Kopfschmerzen verursacht, wie es andere zu diesem Zweck verwendeten Medikamenten es doch tun. Erstaunlicherweise hat man dadurch ebenfalls herausgefunden, dass Cannabissorten mit einem höheren THC- oder CBD-Gehalt nicht wirksamer sind als andere. Das bedeutet, dass Terpene, Flavonoide, Terpenoide, Lipide und Andere Verbindungen in Cannabis eine größere Rolle in der Wirksamkeit spielen als bisher angenommen.

 

 

-5- Alzheimer vorbeugen

 

Untersucht wird ebenfalls, wie effektiv Cannabis zur Vorbeugung von Alzheimer sein kann. Diese Krankheit wird durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn verursacht. Dagegen könnte die neuroprotektive Wirkung von Cannabis effektiv sein.

Diese Erkrankung wird durch die übermäßige Speicherung eines Proteins namens Beta-Amyloid im Gehirngewebe verursacht. Dadurch bilden sich allmählich Plaques und Neurofibrillenansammlungen und dies führt schließlich zu Neuroinflammation und Toxizität, was für den vorzeitigen Tod von Nervenzellen verantwortlich ist.

Es ist bekannt, dass CBD als entzündungshemmendes Mittel sehr wirksam ist, sodass es die Auswirkungen der Beta-Amyloid-Ansammlung bremsen oder verzögern könnte. Cannabinoide haben aber auch eine antioxidative Wirkung und tragen ebenfalls dazu bei, den Appetit anzuregen, Angstzustände zu lindern und die Stimmung zu heben, was für Alzheimer-Patienten sehr wichtig ist, denn all diese Symptome gehen mit dieser Krankheit ein.

 

 

-6- ADHS und emotionale Probleme

 

Heute wird eine ADHS-Diagnose (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) viel schneller gestellt. Viele Kinder werden behandelt, um ihre Konzentration und Stimmung zu verbessern. Diese Behandlungen können ziemlich aggressiv wirken und einige Veränderungen in der Persönlichkeit der Patienten hervorrufen. In diesem Fall könnte Cannabis wirksam sein, um die Nebenwirkungen zu reduzieren, obwohl es noch kein Medikament mit diesen Inhaltsstoffen auf dem Markt gibt. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.

Die wenigen Studien, die diesbezüglich bisher durchgeführt wurden, sind ermutigend, aber es muss noch untersucht werden, inwieweit Cannabis zur Behandlung der ADHS-Symptome beitragen kann. Eine 2017 vom King College London durchgeführte Studie mit 30 mit Sativex behandelten Erwachsenen zeigte vielversprechende Ergebnisse, darunter eine deutliche Verbesserung des kognitiven Verfalls. Allerdings gab es einen Fall mit schwerwiegenden Nebenwirkungen, weshalb die Untersuchung fortfahren muss

 

 

-7- Nervenkrankheiten bekämpfen

 

Für Erkrankungen des Nervensystems ist es sehr schwierig eine angemessene und wirksame Behandlung zu finden, die keine schweren Nebenwirkungen verursacht. Bei Parkinson wurde zum Beispiel nachgewiesen, dass sich medizinisches Cannabis positiv auswirkt und die Bewegungskontrolle der Patienten verbessern kann. Dies wird aber immer noch untersucht.

Vor mehr als 130 Jahren wurde die Verwendung von Cannabis zur Behandlung von Parkinson in dem von William Richard Gowers 1888 verfassten Buch Handbuch über Erkrankungen des Nervensystems erwähnt. Cannabinoide spielen dabei eine sehr wichtige Rolle, da sie antioxidativ und neuroprotektiv wirken, was sehr nützlich zur Bekämpfung von Parkinson und anderen Krankheiten wie unter anderem Multipler Sklerose, ALS oder Alzheimer sein kann.

 

 

-8- Behandlung von Schlaflosigkeit

 

Schlaflosigkeit tritt immer häufiger auf und kann zu einem erheblichen Konzentrationsmangel, Stimmungsschwankungen, Apathie und anhaltender Müdigkeit führen. Da Cannabis den Schlafrhythmus verbessern kann, könnte es wirksam gegen Schlaflosigkeit sein.

Das Endocannabinoid-System spielt eine wichtige Rolle im Schlafzyklus und ist an der Regulierung des Schlafes und an dem REM-Schlaf beteiligt. Eine mit 166 Patienten durchgeführte Studie, bei der diese in zwei Gruppen aufgeteilt wurden, und zwar Menschen mit Schlafproblemen und ohne, zeigte, dass beide Gruppen schneller einschliefen.

Gegen Schlafstörungen werden heute Hypnotika oder Benzodiazepine empfohlen. Dies sind Arzneimittel mit einem hohen Suchtrisiko und in vielen Fällen schwerwiegenden Nebenwirkungen. Daher wäre es sehr nützlich, Medikamente auf Cannabis-Basis zu verwenden, da diese wirksam und sicherer sind.

 

 

-9- Anti Spastische Therapie

 

Einige Menschen, die an krankhafte Muskelspannung leiden, können sich nicht richtig bewegen oder sogar reden. Dies wird als Spastik bezeichnet und kann für den Betroffenen sehr behindernd sein. Die Verwendung von medizinischem Cannabis hat bei dieser Krankheit positive Ergebnisse gezeigt und ebenfalls Krampfanfälle bei Epilepsie-Patienten reduziert.

Vor einigen Jahren wurde in der Zeitschrift Biomed Central Neurology eine Übersicht über Studien veröffentlicht, die von der Stiftung der globalen Initiative für Neurowissenschaften mit Sitz in Los Angeles (Kalifornien) durchgeführt wurden. Es wurde festgestellt, dass in 5 von 6 Versuchen mit THC und CBD die Spastik verringert und die Bewegungsfähigkeit bei Multiple Sklerose Patienten verbessert wurde.

 

 

-10- Bei Depressionen und Angststörungen

 

Depressionen und Angststörungen sind heute die zwei wichtigsten Krankheiten, die häufig von Arbeitsstress oder von dem Lebensstil verursacht werden. Marihuana kann in beiden Fällen dabei helfen, die Symptome zu lindern und den Schlaf zu verbessern, der im Allgemeinen dadurch gestört ist.

Dies ist allerdings ein kontroverses Thema. Manche Studien beweisen die Wirksamkeit einiger Cannabinoide gegen Depressionen, andere weisen darauf hin, dass Marihuana Depressionen verursachen kann, und wieder andere belegen, dass es nur kurzfristig hilfreich ist und das Hilfsmittel im Nachhinein schlimmer als die Krankheit ist.

Laut einem Artikel von Kurt Blass, der auf cannabis-med.org veröffentlicht wurde, deuten die Ergebnisse von Tierstudien, Einzelberichte über die Erfahrungen von Cannabiskonsumenten und Beobachtungen aus klinischen Studien, in denen Cannabinoide bei schweren Krankheiten angewendet wurden, darauf hin, dass Cannabinoid-Rezeptor-Agonisten eine potenzielle antidepressive Wirkung haben. Von 2003 bis 2006 wurden 75 Patienten mit Depressionen, Stress und Burnout-Syndrom von Ärzten für Allgemeinmedizin erfolgreich mit Dronabinol, einem Wirkstoff von Cannabis, allein oder zusammen mit anderen Antidepressiva behandelt.

 

 

🎯 Infografiken zu den 10 medizinischen Verwendungszwecken von Cannabis

 

Infografiken zu den 10 medizinischen Verwendungszwecken von Cannabis
Infografiken zu den 10 medizinischen Verwendungszwecken von Cannabis

 

 

⚠️ Zum Abschluss

 

Die medizinische Verwendung von Cannabis ist noch nicht weit verbreitet, hat aber eine lange Tradition. Diese Pflanzen wurden früher schon zur Schmerzlinderung verwendet und heute werden neue Studien dazu durchgeführt.🔬

Medizinisches Cannabis kann bei Erkrankungen des Nervensystems sehr effektiv sein, die Bewegungskontrolle der Patienten verbessern oder Muskelschmerzen erheblich lindern, wenn andere Medikamente nicht wirksam sind.

Es kann ebenfalls effektiv gegen Störungen wie Schlaflosigkeit,😴 Angstzuständen oder Depressionen eingesetzt werden, da Cannabis entspannend wirkt und die Schlafqualität der Patienten verbessert.

 

Quelle:

  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24742657/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25974259/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17828287/
  • https://www.cannabis-med.org/data/pdf/es_2008_02_2.pdf
  • https://www.infosalus.com/actualidad/noticia-cannabis-alivia-espasticidad-esclerosis-multiple-20091204105840.html
  • https://www.kalapa-clinic.com/insomnio-cannabis-terapeutica/
  • https://www.fundacion-canna.es/cannabis-y-enfermedad-de-parkinson
  • https://www.kalapa-clinic.com/tdah-tratamiento-cannabinoides/
  • https://www.fundacion-canna.es/enfermedad-de-alzheimer-y-cannabinoides
  • https://www.infosalus.com/salud-investigacion/noticia-cannabis-contra-dolor-cabeza-migrana-estudio-concluye-reduce-mitad-20191202163855.html
  • https://www.cancer.gov/espanol/cancer/tratamiento/mca/paciente/cannabis-pdq
  • https://www.tuvidasindolor.es/el-cannabis-medicinal-en-el-manejo-del-dolor-cronico/

 

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Alan Martínez Benito
Alan Martínez Benito
CEO of Pev Grow, expert grower with more than 20 years of experience.
In constant struggle for the regulation of cannabis, mainly in the medicinal field.
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